Etyeki Kúria

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ETYEKI KÚRIA

Der Vorgänger des Weinguts mit 27 Hektar Anbaufläche und 110.000 Flaschen im Jahr wurde von Tibor Báthori, dem Winzer des Jahres 1992, gegründet. Den 150 Jahre alten schwäbischen Weinkeller und den Weingarten von lediglich anderthalb Hektar Größe haben Ágnes und István Ottrubay im Jahr 1996 übernommen und in kurzer Zeit zum einflussreichsten Weingut der Region gemacht.

Der 2009 eingestellte Winzermeister Sándor Mérész sorgte für die Modernisierung des Weinguts. Durch die Investition wurde die Grundfläche des Gebäudes von 220 m2 auf 1.100 m2 erweitert und ermöglichte so im Weingut die Lagerung in Behältern mit einem Gesamtvolumen von etwa 2.500 Hektolitern. Dank der Gestaltung des Gebäudes konnte man die Traubenverarbeitungsprozesse mit Gravitationstechnik umsetzen.

Bei den Weißweinen finden vorzugsweise die modernen reduktiven Weinproduktionsmethoden und die traditionellen Alterungsverfahren in kleinen und großen Holzfässern Anwendung.

Die Rotweine werden ausschließlich auf traditionelle Art und Weise in offenen Gärwannen, von Hand gestampft erzeugt und ein Jahr lang in 300 Liter fassenden ungarischen Eichfässern gereift.

Etyek-Buda

"Etyek, der Weingarten von Budapest"

Aufgrund des relativ windigen Klimas mit wenig Niederschlag und viel Sonnenschein und des lössigen, kalksteinhaltigen Bodens ist es die Bestimmung dieses Gebiets, charaktervolle Weinsorten hervorzubringen. Kein Wunder, dass auf diesem Gebiet schon in der Römerzeit Weinreben angebaut wurden, die Traditionen des heutigen Weinbaus gehen aber bis ins 18. Jahrhundert zurück.

Nach der Türkenherrschaft wurden 112 deutsche Familien zwischen 1720 und 1770 in der Gemeinde angesiedelt, die die verwüsteten Felder beackerten, die Wälder rodeten und in einigen Jahrzehnten die Landwirtschaft aufblühen ließen. Die deutschsprachige Bevölkerung hat das Einweich-Verfahren zur Rotweinherstellung und die Rebsorte Portugieser unter den Rotweinrebsorten etabliert.

Nach der Reblauskatastrophe fingen die Weinbauern an, diejenigen westlichen Rebsorten anzubauen, die sich gut an die örtlichen ökologischen Gegebenheiten anpassen konnten und in deren aus ihnen hergestellten Weinen die einzigartigen Charakteristika der Weinbaufläche Etyek-Buda entdeckt werden konnten. So wurde es Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts damit begonnen, die Rebsorten Welschriesling, Graumönch, Sauvignon Blanc bzw. den in dem Weinbaugebiet bedeutenden Chardonnay anzubauen.

Die Gegebenheiten des Weinbaugebietes werden oft mit denen der Champagne verglichen, worauf auch Joseph Törley aufmerksam wurde, der um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert mit den hiesigen Rebsorten als Grundlage seiner Sektkellerei zu Weltruhm verhalf.