Etyeki Kúria

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ETYEKI KÚRIA

Die Weinkellerei Etyeki Kúria wurde 1996 mit einer Weinanbaufläche von 2 Hektar in Etyek Old-Hill gegründet. Bald wurde es zum führenden Weingut seiner Weinregion. Im Jahr 2000 wurde mit bedeutenden Entwicklungen begonnen: ein moderner Verarbeitungs- und Verkostungsraum mit angenehmer Atmosphäre wurde gebaut, und in Alcsútdoboz beträgt die Anbaufläche aufgrund der mehrstufigen Pflanzung der Trauben heute bereits 27 Hektar. Die Weinkellerei war die erste, die in der Weinregion Etyek-Buda die Pinot Noir-Traube gepflanzt hat, und der aus dieser Traube hergestellte Wein gewann für die Weinkellerei viele Auszeichnungen von Weltrang. Im Jahr 2009 wurde eine Partnerschaft mit dem Weingut Esterházy aus Trausdorf, nahe der ungarisch-österreichischen Grenze, geschlossen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit findet nicht nur ein weinbaulicher und weinbaulicher Ideenaustausch statt, sondern auch das Marketing-Know-how, um Etyeki Kúria auf die Weltbühne zu bringen. Sándor Mérész ist seit Mai 2009 als Chefwinzer bei Etyeki Kúria tätig. Zusammen mit Sára Matolcsy und László Babarczi hat er die Modernisierung des Weinguts geleitet und ist ein Mann der wenigen Worte, aber der großen Taten. Seine erste Aufgabe war die Überprüfung der Produktpalette der Weinkellerei, gefolgt von der Bewertung und Optimierung des Unternehmensdesigns.

Im Herbst 2011 begannen umfassende Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten mit dem Ziel, zur internationalen Spitze aufzuschließen und eine wirtschaftliche Betriebsgröße zu erreichen. Mit dem Entwurf der Gebäude wurde das Architekturbüro Bord beauftragt. Die Zusammenarbeit zwischen dem Architekten und dem Winzer war ein Beispiel für echte Teamarbeit. Das Traubenverarbeitungszentrum wurde komplett renoviert, eine attraktive und einladende Empfangshalle für Weinproben und andere Veranstaltungen gebaut sowie ein stilvoller Garten angelegt. Infolge der Investition erhöhte sich die Grundfläche des Gebäudes von 220 m2 auf 1100 m2, und die Kellerei bietet Platz für 2.500 Hektoliter Tanks und Fässer. Dank der Gestaltung des Gebäudes kann die Technologie der Schwerkrafttraubenverarbeitung realisiert werden.

Dank der Glasflächen können die Besucher praktisch alle Prozessschritte beobachten, ohne die Produktionsanlagen selbst betreten zu müssen. Der gegenüber dem Weinlager und der Bar gelegene Flügel überblickt den Containerbereich, den Abfüllbereich sowie den Raum für die Holzfassgärung. Diese Lösung ist sowohl im Hinblick auf die Lebensmittelsicherheit als auch aus betrieblicher Sicht bedeutsam und innovativ. Zusätzlich zum Erweiterungsprojekt wurde die Etyeki Kúria um weitere 11 Hektar zusätzliche Weinberge in den Premium-Regionen von Kis-Látó-hegy in Alcsútdoboz erweitert, so dass die Produktionsfläche nun insgesamt über 27 Hektar beträgt. Die neuen Flächen wurden im Frühjahr 2015 mit Sauvignon Blanc, Chardonnay und Pinot Noir bepflanzt - drei der Top-Sorten, die das Weingut anbaut.

Etyek-Buda

"Etyek, der Weingarten von Budapest"

Aufgrund des relativ windigen Klimas mit wenig Niederschlag und viel Sonnenschein und des lössigen, kalksteinhaltigen Bodens ist es die Bestimmung dieses Gebiets, charaktervolle Weinsorten hervorzubringen. Kein Wunder, dass auf diesem Gebiet schon in der Römerzeit Weinreben angebaut wurden, die Traditionen des heutigen Weinbaus gehen aber bis ins 18. Jahrhundert zurück. Nach der Türkenherrschaft wurden 112 deutsche Familien zwischen 1720 und 1770 in der Gemeinde angesiedelt, die die verwüsteten Felder beackerten, die Wälder rodeten und in einigen Jahrzehnten die Landwirtschaft aufblühen ließen. Die deutschsprachige Bevölkerung hat das Einweich-Verfahren zur Rotweinherstellung und die Rebsorte Portugieser unter den Rotweinrebsorten etabliert.

Nach der Reblauskatastrophe fingen die Weinbauern an, diejenigen westlichen Rebsorten anzubauen, die sich gut an die örtlichen ökologischen Gegebenheiten anpassen konnten und in deren aus ihnen hergestellten Weinen die einzigartigen Charakteristika der Weinbaufläche Etyek-Buda entdeckt werden konnten. So wurde es Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts damit begonnen, die Rebsorten Welschriesling, Graumönch, Sauvignon Blanc bzw. den in dem Weinbaugebiet bedeutenden Chardonnay anzubauen. Die Gegebenheiten des Weinbaugebietes werden oft mit denen der Champagne verglichen, worauf auch Joseph Törley aufmerksam wurde, der um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert mit den hiesigen Rebsorten als Grundlage seiner Sektkellerei zu Weltruhm verhalf.