Gere Attila

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ATTILA GERE

Attila Gere ist Träger des Titels Winzer des Jahres (1994) und des Ritterkreuzes der Republik Ungarn (2001). Mit seinem Weltklasseweingut gilt er als einer der bekanntesten Erzeuger im Weinbaugebiet Villány.

Die Geschichte der Familie Gere, die 70 Hektar bewirtschaften, erstreckt sich bereits über 7 Generationen.

Attila Gere und seine Ehefrau Katalin haben anfangs nur eine Rebfläche von der Größe einiger Quadratklafter in Csillagvölgy bewirtschaftet, die sie 1978 von den Eltern als Hochzeitsgeschenk bekamen. Der Jahrgang 1986 ist der erste, der schon in Flaschen verkauft wurde.

Nach der politischen Wende formierten sich Anfang der 1990er Jahre die Familienbetriebe in Villány neu. Diese Landwirte, unter ihnen Attila Gere, haben die Qualität des Weins aus Villány durch gemeinsame Anstrengungen und Wiederbelebung alter Traditionen wieder an die Weltspitze gebracht.

Mit dem Jahrgang 1997 wurde ein großer Traum wahr, der erste Jahrgang des emblematischen Spitzenweins des Weinguts, des KOPÁR-Cuvée (Wüster Cuvée), kam in die Flaschen. Die Bezeichnung weist auf den vom Fuße des Bergs nach oben hin immer dünner werdenden Nährboden und auf den Anblick des dadurch herausragenden Kalk-Grundgesteins hin. In dieser Lage bringen die Rebstöcke kleinere, aber mineralisch konzentriertere Weintrauben hervor.

Villány

Der Ursprung des Weinbaus in Villány reicht vermutlich bis zu den Kelten, erwiesenermaßen jedoch bis zu den Römern zurück. Der am Hang des Szársomlyó Berges freigelegte Altarstein aus der Römerzeit dokumentiert eine Rebfläche von 50 ha.

Während der Türkenherrschaft (1541-1699) haben die Türken im vollkommen entvölkerten Villányer Gebiet Slawen und Serben angesiedelt, die die Weinsorte Kadarka und die Rotweinherstellungstechnologie der Maischegärung hierher mitbrachten. Vom 17. Jahrhundert an wurden hier hauptsächlich Deutsche angesiedelt, die auch die Rebsorte „Portugieser“, d. h. „Kékoportó“, mitgebracht haben.

Der deutsche Name der Fluren auf der Villányer Bergseite stammt von den sich hier ansiedelnden schwäbischen Weinbauern, aufgrund ihrer Form, Besonderheit oder der mit ihnen verknüpften Legenden:

Die Flur Jammertal hat ihren Namen nach der Schlacht bei Nagyharsány im Jahre 1687 erhalten. Laut der Legende war der Jammer der Türken in dem Gebirge nach dem Sieg der kaiserlichen Heere noch wochenlang zu hören.

Der Name der Flur „Ördögárok“ (Teufelsgraben) weist auf eine Sage aus Nagyharsány hin, laut der der Teufel selbst den Graben zwischen den Bergen als Ackerfurche gezogen hat.

Die Flur Kopár (Wüst) liegt am weitesten im Westen in Villány. Sie ist von Norden vollkommen geschützt, ein Anbaugebiet mit einem außerordentlich günstigen Klima. Der Nährboden wird vom Fuße des Berges ausgehend nach oben hin immer dünner. Auf den am weitesten oben gelegenen Gebieten ist auch das Grundgestein, der Kalkstein, zu sehen (daher die Bezeichnung „Kopár“).

Die traditionellen Weinsorten sind Kadarka, Portugieser (kékoportó) und Blaufränkisch (kékfrankos). Nach der Reblauskatastrophe wurden auch französische Rebsorten angepflanzt (Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Merlot).