Günzer Zoltán

weingut günzer villany

Kellerei Günzer

Die Familie Günzer befasst sich im Weinbaugebiet Villány seit Generationen mit Weinbau und Weinherstellung. Das Familienweingut von Zoltán Günzer nahm 1993 seine Tätigkeit auf, anfangs mit einer Fläche von 0,5 Hektar und einem Umsatz von 1.500 Flaschen im Jahr. Das sich kontinuierlich entwickelnde Weingut konnte dank den Neubepflanzungen ab 1998 die Gesamtfläche auf 20 Hektar und die Jahresproduktion auf 100.000 Flaschen erweitern. Der Betrieb bemüht sich, aus den Naturgegebenheiten der Weine das Maximum herauszuholen und auf die Besonderheiten der Einzellagen zu achten. Man glaubt an die Größenordnung eines Familienbetriebs, wo man zu allen Arbeitsabläufen und entstehenden Chargen eine enge Beziehung hat. Die wichtigsten Gebiete liegen auf den Fluren Ördögárok, Jammertál, Csillagvölgy, Bocor, Dobogó.

Villány

Der Ursprung des Weinbaus in Villány reicht vermutlich bis zu den Kelten, erwiesenermaßen jedoch bis zu den Römern zurück. Der am Hang des Szársomlyó Berges freigelegte Altarstein aus der Römerzeit dokumentiert eine Rebfläche von 50 ha. Während der Türkenherrschaft (1541-1699) haben die Türken im vollkommen entvölkerten Villányer Gebiet Slawen und Serben angesiedelt, die die Weinsorte Kadarka und die Rotweinherstellungstechnologie der Maischegärung hierher mitbrachten. Vom 17. Jahrhundert an wurden hier hauptsächlich Deutsche angesiedelt, die auch die Rebsorte „Portugieser“, d. h. „Kékoportó“, mitgebracht haben. Der deutsche Name der Fluren auf der Villányer Bergseite stammt von den sich hier ansiedelnden schwäbischen Weinbauern, aufgrund ihrer Form, Besonderheit oder der mit ihnen verknüpften Legenden:

Die Flur Jammertal hat ihren Namen nach der Schlacht bei Nagyharsány im Jahre 1687 erhalten. Laut der Legende war der Jammer der Türken in dem Gebirge nach dem Sieg der kaiserlichen Heere noch wochenlang zu hören. Der Name der Flur „Ördögárok“ (Teufelsgraben) weist auf eine Sage aus Nagyharsány hin, laut der der Teufel selbst den Graben zwischen den Bergen als Ackerfurche gezogen hat. Die Flur Kopár (Wüste) liegt am weitesten im Westen in Villány. Sie ist von Norden vollkommen geschützt, ein Anbaugebiet mit einem außerordentlich günstigen Klima. Der Nährboden wird vom Fuße des Berges ausgehend nach oben hin immer dünner. Auf den am weitesten oben gelegenen Gebieten ist auch das Grundgestein, der Kalkstein, zu sehen (daher die Bezeichnung „Kopár“). Die traditionellen Weinsorten sind Kadarka, Portugieser (kékoportó) und Blaufränkisch (kékfrankos). Nach der Reblauskatastrophe wurden auch französische Rebsorten angepflanzt (Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Merlot), aus denen der Sauska Cuvée 5 – 2009 hergestellt wurde, der auch den Decanter World Wine Awards in London gewonnen hat.