Kellerei Gróf Buttler

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Kellerei GROF BUTTLER

Die Weinkellerei Gróf Buttler baut auf 36 Hektar Land Reben an, und ihr Wein wird ausschließlich aus den Trauben hergestellt, die auf ihren eigenen kultivierten Weinbergen, auf dem Szarkás-Hügel und auf dem Hügel Nagy-Eged geerntet werden. Der Nagy-Eged Hügel, ein besonderes Gebiet hinsichtlich seiner Lage und seiner Bodenbeschaffenheit, ist ein echtes Grand Cru Terroir. Die Plantagen erstrecken sich bis zu 501 Meter über dem Meeresspiegel und sind damit die höchsten Weinanpflanzungen Ungarns. Die vollständige Südlage, die 20-30% Neigung der Hänge, der besonders kiesige, kalkhaltige Boden sowie der kontinuierliche Luftstrom tragen zur Entwicklung eines besonderen Mikroklimas bei.
Die Dichte der Weinreben liegt zwischen 6.000 und 10.000 Reben pro Hektar, und in den Weinbergen findet man das traditionelle Low-Head-Ausbildungssystem mit Reben mit kurzen Ausläufern und Pfählen sowie einen niedrigen und halbhohen Kordon. Der Ertrag ist extrem niedrig, oft nicht mehr als 30 dkg/Rebe.
Die Weine von Gróf Buttler werden nach traditionellen Weinbereitungsmethoden hergestellt, wodurch die Werte und die außergewöhnliche Qualität der Trauben erhalten bleiben. Auch bei der Weinlese wird besonders auf die Unversehrtheit der Trauben geachtet, und dieser Ansatz wird während der gesamten Verarbeitungsphase beibehalten. Nach der manuellen Lese in kleinen Kisten, bei der das Einmaischen und das Abseihen übersprungen wird, werden die blauen Trauben entrappt, die Trauben sanft geknackt und dann in Fässern mit handgemachten Stanzen vergoren. Nach der Mazeration wird der Saft aus dem freien Auslauf abgezogen und in Eichenfässern ausgezeichneter Qualität reifen lassen.

Eger

Laut der Legende aus Eger stammt der Name Stierblut aus der Türkenzeit (1541-1699), als István Dobó, der Hauptmann der Burg von Eger, zur Stärkung der Recken im Kampf gegen die gegen die Festung anstürmenden Türken aus den Kellern Rotwein heraufbringen ließ. Als die Türken die von den Gesichtern herunterrinnende rote Flüssigkeit und die durch das Getränk neue Kraft schöpfenden Recken sahen, dachten sie, dass der Gegner das Blut von Stieren trinke. Sie wagten dann nicht mehr gegen sie weiterzukämpfen. Die Legende entspricht wohl kaum der Wahrheit, es wurde nämlich in Ungarn bis zur Zeit der Türkenherrschaft ausschließlich Weißwein hergestellt. Die Weinsorte Kadarka und die Rotweinherstellungstechnologie mit Maischegärung wurden in dieser Gegend durch die vor den Türken fliehenden Serben verbreitet, dem ist es zu verdanken, dass Rotweinrebsorten immer mehr an Boden gewannen.

Der Erlauer Stierenblut ist ein Verschnitt aus verschiedenen Rotweinsorten des Erlauer Weinbaugebietes, in dem kein Charakter einer der verwandten Rebsorten dominieren darf. Die Herstellung des Erlauer Stierenblutes blickt auf eine Geschichte von annähernd 130-150 Jahren zurück. Er war früher ein auf der Rebsorte Kadarka basierender, körperreicher, starker Wein, aber die Reblaus und die auf die Weltkriege folgenden und auch heutzutage andauernden strukturellen Veränderungen haben auch bei dem Charakter und der Zusammensetzung des Stierenblutes ihre Spur hinterlassen. Der Erlauer Stierblut ist heutzutage charakteristischerweise ein Verschnitt mit unterschiedlichen Anteilen von ungarischen Weinsorten wie Blaufränkisch, Portugieser, Kadarka und aus internationalen Rebsorten wie Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Merlot und neuerdings Pinot Noir und Syrah.

Der moderne Erlauer Stierenblut ist ein körperreicher, durch das Klima und Bedingungen des Erlauer Weinbaugebietes bestimmter Rotwein mit mittelhohem bis hohem Gerbsäure- und Alkoholgehalt, schönen Säuren und charaktervollem, würzigem und fruchtigem Aroma. Der Name Erlauer Stierenblut ist ein in der EU mit geographischer Herkunftsangabe erfasster, geschützter Qualitätswein, seine Herstellungsmethode ist geregelt und kontrolliert, der Name darf von Weinbauern außerhalb des Erlauer Weinbaugebiets nicht benutzt werden.