Konyári Pincészet

konyari winery balaton

Konyári

Das Weingut Konyári ist das vielleicht bekannteste und anerkannteste Weingut in der Region Südbalaton, wofür auch der 2008 gewonnene Titel WINZER DES JAHRES steht.

Der Familienbetrieb hat 1999 auf einer Fläche von anderthalb Hektar angefangen, welche inzwischen auf 40 Hektar erweitert wurde. In der Verarbeitung findet die Gravitationstechnik Anwendung. Die von oben kommende Rebe durchläuft den kompletten Verarbeitungsprozess nur durch ihr Eigengewicht ohne Pumpen.

Die Rotweine werden in kleinen Eichfässern im 1757 erbauten Keller mit Ziegelgewölbe, der als Perle des Weinguts gilt, gereift, darüber hinaus wird auch ein neuer Weinkeller benutzt, in dem moderne und traditionelle Technologien einträchtig zusammenleben, da dort neben den säurebeständigen Edelstahlbehältern auch die zum Stampfen verwendeten Holzwannen und Stückfässer vorzufinden sind.

Vielleicht nur wenige wissen, dass der einstige Name des Ortes Balatonlelle mit einem der beliebtesten und international mehrfach prämierten Weine von János Konyári, dem Sigillum Loliense, was nämlich „Siegel von Lelle“ bedeutet, in die Welt getragen wird. Das ist ein Hinweis auf das 1760 entworfene und von der Landstadt früher benutzte Siegel von Lelle, dessen Hauptmotiv bereits damals ein Rebstock war. Der allgemein bekannte, verkürzte Name des Weins Loliense verkündet also den früheren Namen der Ortschaft selbst.

BALATON

Als eine der schönsten Landschaften Ungarns gilt das Weinbaugebiet Südbalaton, wo bereits die Kelten und Römer Reben angebaut und Wein hergestellt haben.

Dem Komitat Somogy wurde sein Wappen im Jahr 1498 von König Vladislav II. verliehen. Im Zentrum des Wappens ist ein Arm mit einer Weintraube zu sehen. Der geharnischte Arm steht für die zahlreichen Schlachten und Siege über die Feinde. Die linke Hand, die die Rebenzweige emporhebt, (in der rechten Hand soll man sich die Waffe vorstellen) stellt die Fruchtbarkeit der Erde und den Reichtum an Reben und Wein dar. Laut Schenkungsurkunde gibt es in diesem Komitat eine derart große Menge Wein, dass es dadurch zu den reichsten Komitaten des Landes zählt.

Nach anderthalb Jahrhunderten osmanischer Herrschaft wurden die sich gerade wieder erholenden Weingüter von der Reblaus zerstört, erst nach der Epidemie nahm der Weinbau auf den einstigen Festetics-Anwesen und auf den Anbauflächen der Benediktinerabtei Tihany wieder einen Aufschwung.

Auf das ausgewogene Klima wirkt sich auch die Nähe des Plattensees günstig aus, da das seichte Wasser am Südufer schnell warm wird und somit ein optimales Mikroklima schafft.

Dies sind hervorragende Voraussetzungen für die Erzeugung von leichten, harmonischen Muskatweinen und Sekten sowie anderen Weißweinsorten. Verbreitet sind hier auch diejenigen weißen Rebsorten, welche zur Herstellung der heute recht beliebten leichten, eleganten, fruchtig duftenden Weine und Sekte geeignet sind.

Bei den Rotweinen eignet sich das Weinbaugebiet eher für die Produktion von Weinen mit fruchtigen, für Burgunder charakteristischen Duftnoten und Aromen. Angebaute rote Rebsorten: Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Spätburgunder, Merlot, Blaufränkisch. Die Rotweine sind ebenfalls durch ihre schönen Säuren und Düfte geprägt, weniger durch Herbheit oder Körper.