Kellerei Bodvin

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Bodvin

Kellerei Bodvin wurde 1992 in Ungarn gegründet und ist seit 2000 ein Familienunternehmen von Orosz Gabor, einem kleinen handwerklichen Winzer. Am Anfang exportierte er nur in die USA, dann verkaufte er auch in EU-Länder. Das Weingut Bodvin bewirtschaftet 17 Hektar im Tal von Mád, das 4 Grad wärmer ist als irgendwo sonst in der Region und über besonders fruchtbare Böden verfügt, die sich ideal für die Herstellung von Qualitätsweinen eignen. Die Namen der Weinberge lauten: Király, Nyúlászó, Úrágya, Betsek, Szent-Tamás és Veres, Hosszúkötél, Holdvölgy. In allen Gebieten streben sie Ertragsbeschränkungen an, um die höchste Qualität zu erreichen.

Tokaj

Das Tokajer Weinbaugebiet ist das erste geschlossene Weinbaugebiet der Welt - von 1737 -, ferner steht es seit 2002 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Das vulkanische Grundgestein der Rebfläche, die sonnigen Hänge und das durch die Flüsse Theiß und Bodrog bestimmte Mikroklima unterstützen gemeinsam die Bildung des Edelschimmels (Botrytis Cinerrea), welcher für die nachfolgende Ausbruchbildung unerlässlich ist.

Der die Wände der Keller dick bedeckende edle Kellerschimmel (Cladosporium cellare) kommt - im Gegensatz zu dem Edelschimmel - auf der ganzen Welt nur hier und in den Weinkellern am Rhein vor. Dieser Pilz spielt für die Qualität der Tokajer Weine eine wichtige Rolle, weil der einzigartige, an frisches Brot erinnernde Geschmack, der Duft, das Bukett, die dunkel-goldgelbe Farbe und der relativ hohe Alkoholgehalt um die 14 Volumenprozent des Ausbruchs durch seine Aktivität zustande kommen.

Er wurde 1703 weltberühmt, als der Fürst Franz Rákóczi II. dem französischen König Ludwig XIV. einen Tokajer Aszu schenkte, der dies folgendermaßen apostrophierte: „le vin des rois et le roi des vins”, bekannter auf Latein: „vinum regum, rex vinorum”, d. h. „Wein der Könige, König der Weine“. Von diesem Zeitpunkt an wurde er zum hochgeschätzten Getränk der Könige, Zaren, bekannter Künstler (Peter der Große, Katharina die Große, Friedrich II., Voltaire, Goethe, Mozart und Schubert) und zu einem der erfolgreichsten Mittel der Diplomatie. Zu seinem Erfolg trug die im 15. Jahrhundert unter Ärzten weit verbreitete Ansicht, dass sein Konsum eine heilende, regenerierende Wirkung habe, bei, so kam er mit dem Namen VINUM TOKAJENSE PASSUM auch auf die Regale der Apotheken.