Takler Pince

weingut takler

Takler

Das Weingut Takler gilt als einer der bekanntesten und größten Weinproduktionsbetriebe im Weinbaugebiet Szekszárd. Die Familie Takler, die zurzeit 70 Hektar bewirtschaftet, beschäftigt sich seit den 1700er Jahren mit Weinbau und Weinherstellung im Weinbaugebiet Szekszárd, das auf eine mehr als zweitausendjährige Tradition zurückblicken kann. Ähnlich wie andere Winzerfamilien in der Region sind sie ebenfalls dank der Ansiedlung durch Maria Theresia nach Szekszárd gelangt.

Ein erheblicher Durchbruch im Leben des Weinguts stellte die Anerkennung Winzer des Jahres 2004 für Ferenc Takler dar. Ihr folgte eine ganze Flut von Preisen.

Im Angebot des Weinguts wird neben internationalen Sorten wie Merlot, Cabernet Franc und Sauvignon auf ortstypische Rotweinsorten wie den bis heute als eine Besonderheit angesehenen Kadarka, den immer beliebter werdenden Blaufränkisch sowie den Szekszárdi Bikavér (Szekszárder Stierblut) genannten Verschnitt aus den zuvor erwähnten Sorten ebenfalls großer Wert gelegt.

Die Rotweine werden nach einer Alterung von 1,5-2 Jahren in Stückfässern bzw. in neuen Eichenfässern abgefüllt und verfügen sortenbedingt über langjährige Reifepotenziale.

Über die Rotweine hinaus werden hier einer der landesweit besten Roséweine sowie Weißweine von südlichem Charakter hergestellt. Die Jahresproduktion beträgt 5-600.000 Flaschen.

Szekszárd

Im 3. Jahrhundert wurde aufgrund der Anordnung des Römischen Kaisers Marcus Aurelius Probus damit angefangen, in der Nähe von Szekszárd Weinreben anzubauen. Der Aufschwung der Provinz war dem in Pannonien geborenen Kaiser eine Herzensangelegenheit, er ließ Weinreben anbauen und veranlasste auch seine Veteranen dazu, in der Landwirtschaft tätig zu werden.

Die mit der Landnahme im 9. Jahrhundert hierherkommenden Magyaren befanden sich erwiesenermaßen bereits im Besitz der „Wissenschaft“ des Weinbaus und der Weinherstellung, als sie sich im Karpatenbecken niederließen.

In der Zeit der Türkenherrschaft hat sich neben den Weißweinreben auch die Rotweinrebe etabliert. Den zu Recht berühmten Kadarka dieses Weinbaugebietes haben die vor den Türken fliehenden Serben hierher gebracht. Laut zahlreichen Quellen haben die Türken trotz des Verbots des Alkoholkonsums im Islam den Wein in unterschiedlicher Form zu sich genommen, manche von ihnen waren sogar Weinbergbesitzer.

Nach dem Aufstand von Franz Rákóczi II. fingen die Gutsherren an hier anstelle der Serben deutsche Siedler anzusiedeln, die neben Rotwein – mit kürzerer Maischegärung – auch Roséwein und Schillerwein erzeugten und anfingen, zur Alterung der Weine Fässer zu benutzen.

Wegen der Reblaus nahm ein intensiver Rebstockhandel mit Frankreich seinen Anfang, als dessen Folge die damals noch kaum bekannten französischen Weinsorten Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot und Pinot Noir hier angepflanzt wurden.

Die Donau übt auf das Klima des Weinbaugebietes Szekszárd eine besonders wichtige Wirkung aus. Die Wasseroberfläche wirft die Sonnenstrahlung zurück und die Wassermassen mäßigen die Wirkungen der extremen Temperaturänderungen.