Törley

törley sparkling wine

Törley

József Törley hat sein Unternehmen am 1. August 1882 am Budapester Registergericht unter dem Namen "Törley József és Társa" registriert. Die Geschichte von Törleys Sekt reicht also fast anderthalb Jahrhunderte zurück.

Offen für die Neuheiten, hat Törley seine Fabrik und die Technologie der Sektherstellung ständig weiterentwickelt - zum Beispiel war er der erste in Ungarn, der den Degorgierungsprozess einführte. Dank dessen wurde seine Fabrik um die Jahrhundertwende zur modernsten Sektfabrik des Landes. In den nächsten Jahrzehnten wurde der Ruf und der Geschmack von Törley von Amerika bis Australien bekannt, und die Fabrik hatte Bestände in Hamburg, Berlin und Kopenhagen hinterlegt. Und die größte Anerkennung war, dass damals auch Törley Sekt in Paris betrunken war.

Nach dem Tod des Gründers florierte die Fabrik auch unter der Leitung der Erben und erreichte 1910 das Produktionsniveau von zwei Millionen Flaschen pro Jahr. Nach dem Friedensvertrag in Trianon ging der Umsatz deutlich zurück und erreichte seinen Tiefststand während der Weltwirtschaftskrise. In den 1930er Jahren wuchs die Nachfrage nach Sekt wieder, aber der Erfolg wurde schließlich durch den Zweiten Weltkrieg gebrochen, gefolgt von einer Zeit voller Schwierigkeiten und dann eine Wiedergeburt.

Nach dem Krieg, bis zur Verstaatlichung von 1950, hatte die Pflanze versucht zu überleben und beschäftigte nur vier Leute. Die Produktion wurde 1951 wieder aufgenommen und Törley wurde die einzige Sektfabrik des Landes unter der Aufsicht der Unicum Likörfabrik. Törley Holding wurde im Jahr 2005 gegründet und fusionierte danach mit Szent István Korona, das durch die Umwandlung von Hungarovin und György-Villa entstanden war. Erst 2010 wurde Walton gekauft, 2013 dann François. Schließlich fusionierte Hungaria im Jahr 2014 auch mit Törley , die ihre marktführende Position in Ungarn immer noch behält.

Weinbaugebiet ETYEK-BUDA

"Etyek, der Weingarten von Budapest"

Aufgrund des relativ windigen Klimas mit wenig Niederschlag und viel Sonnenschein und des lössigen, kalksteinhaltigen Bodens ist es die Bestimmung dieses Gebiets, charaktervolle Weinsorten hervorzubringen. Kein Wunder, dass auf diesem Gebiet schon in der Römerzeit Weinreben angebaut wurden, die Traditionen des heutigen Weinbaus gehen aber bis ins 18. Jahrhundert zurück. Nach der Türkenherrschaft wurden 112 deutsche Familien zwischen 1720 und 1770 in der Gemeinde angesiedelt, die die verwüsteten Felder beackerten, die Wälder rodeten und in einigen Jahrzehnten die Landwirtschaft aufblühen ließen. Die deutschsprachige Bevölkerung hat das Einweich-Verfahren zur Rotweinherstellung und die Rebsorte Portugieser unter den Rotweinrebsorten etabliert. Nach der Reblauskatastrophe fingen die Weinbauern an, diejenigen westlichen Rebsorten anzubauen, die sich gut an die örtlichen ökologischen Gegebenheiten anpassen konnten und in deren aus ihnen hergestellten Weinen die einzigartigen Charakteristika der Weinbaufläche Etyek-Buda entdeckt werden konnten. So wurde es Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts damit begonnen, die Rebsorten Welschriesling, Graumönch, Sauvignon Blanc bzw. den in dem Weinbaugebiet bedeutenden Chardonnay anzubauen. Die Gegebenheiten des Weinbaugebietes werden oft mit denen der Champagne verglichen, worauf auch Joseph Törley aufmerksam wurde, der um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert mit den hiesigen Rebsorten als Grundlage seiner Sektkellerei zu Weltruhm verhalf.