Weingut Tokaj Oremus

Weingut Oremus Tokaj

TOKAJ OREMUS

1993, nur drei Jahre nach dem Fall des Kommunismus, wandte sich die Familie Alvarez nach Ungarn und gründete Tokaj-Oremus. Das Weingut ist vor allem in Tolcsva tätig, wo 1999 eine moderne Weinkellerei gebaut wurde, die mit dem Labyrinth der Kellereien verbunden ist, die dort seit dem 13 Jahrhundert zu finden sind.
Die Familie Álvarez legte großen Wert auf die respektvolle und detaillierte Untersuchung dieses Weins, um seinen Herstellungsprozess und seine Geschichte zu ermitteln. Sie bemühte sich auch so weit wie möglich um die Bewahrung der Tradition, als sie die Arbeiten zum Bau der neuen Weinkellerei leitete.
Für die Leitung des neuen Projekts, das auf einem der am besten gelegenen und ikonenhaftesten Weinberge der Region basiert, stellte sie ein motiviertes, professionelles Team ein, das sich mit dem Terroir bestens auskennt, und suchte einen erfahrenen und hauptberuflich tätigen lokalen Winzer, der sie an die Spitze dieser Gruppe stellte.

Tokaj

Das Tokajer Weinbaugebiet ist das erste geschlossene Weinbaugebiet der Welt - von 1737 -, ferner steht es seit 2002 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Das vulkanische Grundgestein der Rebfläche, die sonnigen Hänge und das durch die Flüsse Theiß und Bodrog bestimmte Mikroklima unterstützen gemeinsam die Bildung des Edelschimmels (Botrytis Cinerrea), welcher für die nachfolgende Ausbruchbildung unerlässlich ist.

Der die Wände der Keller dick bedeckende edle Kellerschimmel (Cladosporium cellare) kommt - im Gegensatz zu dem Edelschimmel - auf der ganzen Welt nur hier und in den Weinkellern am Rhein vor. Dieser Pilz spielt für die Qualität der Tokajer Weine eine wichtige Rolle, weil der einzigartige, an frisches Brot erinnernde Geschmack, der Duft, das Bukett, die dunkel-goldgelbe Farbe und der relativ hohe Alkoholgehalt um die 14 Volumenprozent des Ausbruchs durch seine Aktivität zustande kommen.

Er wurde 1703 weltberühmt, als der Fürst Franz Rákóczi II. dem französischen König Ludwig XIV. einen Tokajer Aszu schenkte, der dies folgendermaßen apostrophierte: „Le vin des rois et le roi des vins”, bekannter auf Latein: „vinum regum, rex vinorum”, d. h. „Wein der Könige, König der Weine“. Von diesem Zeitpunkt an wurde er zum hochgeschätzten Getränk der Könige, Zaren, bekannter Künstler (Peter der Große, Katharina die Große, Friedrich II., Voltaire, Goethe, Mozart und Schubert) und zu einem der erfolgreichsten Mittel der Diplomatie. Zu seinem Erfolg trug die im 15. Jahrhundert unter Ärzten weit verbreitete Ansicht, dass sein Konsum eine heilende, regenerierende Wirkung habe, bei, so kam er mit dem Namen VINUM TOKAJENSE PASSUM auch auf die Regale der Apotheken.