Sauska Villány

sauska winery villany

Sauska - Villány

Auf dem weltgrößten Weinwettbewerb Decanter World Wine Awards wurde der Wein des Weinguts Sauska mit dem Namen Cuvée 5 der beste Bordeaux-Blend, ein Verschnitt aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc, und zwar in der Kategorie über 15 Pfund.

Die Verschnitte aus Villány werden vom Weingut mit Primzahlen (5, 7, 11, 13) bezeichnet, dabei besteht das Geheimnis im umgekehrten Verhältnis: je kleiner die Primzahl, desto größer die Sorgfalt und Aufmerksamkeit bei der Herstellung.

Einen perfekten Wein gibt es nicht – das geben sie zu, so wird die kleinste Primzahl, die Zwei nicht verwendet. Die Drei wird nur angestrebt, so gilt als großer Wein, Essenz der großen Jahrgänge, der jeweilige Cuvée 5.

Als erstes wird immer der Verschnitt Cuvée 5 zusammengestellt, dann setzt das Team mit denselben Grundweinen seine Arbeit mit dem Cuvée 7 als nächstem Ziel fort.

Der Langstreckenläufer unter ihren Weinen ist bei ihnen noch das Cuvée 11. In jedem Jahrgang wird ein perfektes Gleichgewicht, eine erzielbare Reichhaltigkeit angestrebt und seit 2011 wird versucht, ihn hinsichtlich Stil und Atmosphäre von der Sieben abzugrenzen: dieselbe Sorgfalt, dieselbe Ertragsbegrenzung, aber weniger Neufässer und Blaufränkisch als Basis – diese Kombination sorgt für das noch fruchtigere, noch dynamischere Gesicht des Weins.

Und der Basiswein, der 13er, ist ein leichterer Einstiegsrotwein, nur aus dem Behälter für den Alltag.

Einerseits wird bei Sauska in Villány in der Nacht geerntet, so kühlen sich auch die von der Sonne gut bestrahlten Weintrauben um 4-5 Grad ab, andererseits werden die Reben einer mehrmaligen Handselektion unterworfen: in die Behälter dürfen keine Rappen, unreife oder überreife Weintrauben mehr gelangen.

Die Weine werden in französischen und amerikanischen Fässern aus drei Jahre lang getrocknetem Eichholz gereift. Alle Chargen werden separat behandelt und die Entwicklung wird täglich geprüft und erfasst.

61 ha - 540.000 Flaschen

Villány

Der Ursprung des Weinbaus in Villány reicht vermutlich bis zu den Kelten, erwiesenermaßen jedoch bis zu den Römern zurück. Der am Hang des Szársomlyó Berges freigelegte Altarstein aus der Römerzeit dokumentiert eine Rebfläche von 50 ha.

Während der Türkenherrschaft (1541-1699) haben die Türken im vollkommen entvölkerten Villányer Gebiet Slawen und Serben angesiedelt, die die Weinsorte Kadarka und die Rotweinherstellungstechnologie der Maischegärung hierher mitbrachten. Vom 17. Jahrhundert an wurden hier hauptsächlich Deutsche angesiedelt, die auch die Rebsorte „Portugieser“, d. h. „Kékoportó“, mitgebracht haben.

Der deutsche Name der Fluren auf der Villányer Bergseite stammt von den sich hier ansiedelnden schwäbischen Weinbauern, aufgrund ihrer Form, Besonderheit oder der mit ihnen verknüpften Legenden:

Die Flur Jammertal hat ihren Namen nach der Schlacht bei Nagyharsány im Jahre 1687 erhalten. Laut der Legende war der Jammer der Türken in dem Gebirge nach dem Sieg der kaiserlichen Heere noch wochenlang zu hören.

Der Name der Flur „Ördögárok“ (Teufelsgraben) weist auf eine Sage aus Nagyharsány hin, laut der der Teufel selbst den Graben zwischen den Bergen als Ackerfurche gezogen hat.

Die Flur Kopár (Wüst) liegt am weitesten im Westen in Villány. Sie ist von Norden vollkommen geschützt, ein Anbaugebiet mit einem außerordentlich günstigen Klima. Der Nährboden wird vom Fuße des Berges ausgehend nach oben hin immer dünner. Auf den am weitesten oben gelegenen Gebieten ist auch das Grundgestein, der Kalkstein, zu sehen (daher die Bezeichnung „Kopár“).

Die traditionellen Weinsorten sind Kadarka, Portugieser (kékoportó) und Blaufränkisch (kékfrankos). Nach der Reblauskatastrophe wurden auch französische Rebsorten angepflanzt (Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Merlot), aus denen der Sauska Cuvée 5 – 2009 hergestellt wurde, der auch den Decanter World Wine Awards in London gewonnen hat.