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Begriffe wie „alte Reben“, „Vieilles Vignes“ oder „Old Vines“ stehen auf vielen Weinetiketten für Tradition, Tiefe und Charakter. Doch was bedeutet das Rebalter tatsächlich – und welchen Einfluss hat es wirklich auf die Weinqualität?
In diesem Beitrag erklären wir, was alte Reben auszeichnet, wie sie den Stil eines Weines prägen und warum Weine aus alten Rebanlagen bei Kennern besonders geschätzt werden.
Eine gesetzlich verbindliche Definition gibt es nicht. In der Praxis spricht man meist von Rebstöcken ab etwa 35 bis 40 Jahren, teilweise deutlich älter. In klassischen Weinregionen finden sich sogar Reben mit einem Alter von über 60 oder 80 Jahren.
Der Begriff „Vieilles Vignes“ ist daher kein geschützter Qualitätsbegriff, sondern ein Hinweis auf das Alter der Rebstöcke und deren potenziellen Einfluss auf Ertrag, Konzentration und Terroir-Ausdruck.
Mit zunehmendem Alter verändern sich Rebstöcke deutlich:
Häufig ja – aber nicht automatisch. Typische Merkmale sind:
Entscheidend bleibt jedoch die Arbeit des Winzers: Pflege der Reben, Ertragsmanagement, Lesezeitpunkt und Ausbau sind ebenso wichtig wie das Alter der Rebstöcke.
Italien gehört zu den Ländern mit der höchsten Dichte an alten Rebanlagen in Europa. Viele Weinberge wurden vor Jahrzehnten gepflanzt und prägen bis heute den Stil klassischer Spitzenweine.
Besonders bedeutend sind alte Reben in Regionen wie:
In Italien sind alte Reben eng mit Tradition, Herkunft und handwerklichem Weinbau verbunden. Viele Winzer betrachten sie als kulturelles Erbe und pflegen sie bewusst weiter – trotz höherem Aufwand und geringeren Erträgen.
Auch Ungarn verfügt über zahlreiche alte Rebanlagen, die wesentlich zur Eigenständigkeit seiner Weine beitragen. Besonders hervorzuheben sind:
In Villány bringen alte Reben kraftvolle, strukturierte Rotweine mit Reifepotenzial hervor. Kadarka zeigt hier aus alten Anlagen besondere Würze und Finesse.
In Eger verleihen alte Rebstöcke den traditionellen Cuvées zusätzliche Tiefe und Balance.
Somló ist bekannt für spannungsreiche Weine und zunehmend auch hochwertige Schaumweine aus alten Rebanlagen.
Oft ja. Alte Reben bringen geringere Erträge und erfordern intensive Pflege. Die Mengen sind kleiner, der Aufwand höher – dafür entstehen Weine mit Individualität, Tiefe und Charakter.
Alte Reben sind kein Mythos, sondern ein bedeutender Qualitätsfaktor – wenn sie sorgfältig gepflegt und bewusst vinifiziert werden. Sie bieten ideale Voraussetzungen für terroirbetonte, charaktervolle Weine.
Für Weinliebhaber sind Weine aus alten Reben eine besonders spannende Entdeckung – vor allem aus traditionsreichen Regionen Italiens und Ungarns.